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Heute ist Dienstag, der 25. Juli 2017
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Kirchen, Kapellen & Schloss

Markt Wald

 
Mariä Himmelfahrt Markt Wald

Die Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" am Südostrand von Markt Wald auf einem nach Süden abfallenden Hang gelegen und von einem Gottesacker umgeben, ist ein spätgotischer Landkirchenhallenbau, der unter dem damaligen Herrschaftsinhaber, Konrad I. von Riedheim, zwischen 1483 und 1499 errichtet worden ist. Ein 1483 als Kirchherr bezeugter Pfarrer Friedrich Fuchsschwanz begann mit dem Bau der heutigen Kirche. Im Ortsteil "Sohler" befand sich einst eine Wallfahrtskapelle mit einer wertvollen Marienstatue mit Strahlenkreuz von Syrlin d.J., Ulmer Schule um 1480/90, vermutlich Filialkirche der Mutterkirche Steinekirch. Die Vollendung des Langhauses deutet die Jahreszahl 1499 an, die sich an der Tafeldecke fand, als man diese 1727 durch eine Barockwölbung ersetzte.




Pfarrer Simon Vötter ließ 1696 für die Kanzel und 1698 für den Choraltar von Johann Hörmann aus Mindelheim (Jesiuten-Laienbruder im Kolleg in München) Entwürfe fertigen, die noch heute im Original in der Staatsbibliothek in München vorliegen. In den Jahren 1698 bis 1727 fand unter Pfarrer Vötter dann eine tief greifende bauliche Umgestaltung statt, bei der auch der spätgotische Schreinaltar mit der Madonna barockisiert wurde. Zwei Marienaltäre und ein Zwölfapostelaltar entstanden. 1727 bis 1730 erfolgte durch den Ettringer Baumeister Michael Stiller eine Verlängerung des Langhauses um 6 Meter nach Westen. Am 10. Juni 1822 schlug ein Blitz während eines starken Gewitters in den Kirchturm, fuhr am Zeigerwerk herunter bis in den Choraltar, wo Pfarrer Anton Wörz gerade
die Messe las. Er wurde vom Blitz getroffen und betäubt vom Altar geschleudert. Das Messgewand wurde dabei mit Blut beschmutzt und seither nicht mehr benutzt. Der 1879 verstorbene Pfarrer Albrecht wurde mit diesem Messgewand bestattet. Da der obere Teil des Turmes durch den Blitzschlag beschädigt worden war, entschloss man sich 1825 diesen Teil abzutragen und das bisherige gotische Satteldach mit zwei gemauerten Giebeln durch ein statisch leichteres Zeltdach zu ersetzen, das seither das heimatliche Ortsbild prägt. Stuck und Fresken fielen der Restaurierung 1870 zum Opfer; die Kirche erhielt nun eine neuromanische Einrichtung, die auch noch heute das Bild im Inneren weitgehend bestimmt.

An der Langhaus - Südseite findet sich ein stattliches, spätgotisches Vorzeichen mit Satteldach, gegen Osten und Süden mit beidseitig gefassten Spitzbogenarkaden geöffnet. Die Sakristei aus dem 18. Jahrhundert steht im südlichen Winkel von Chor und Langhaus, ist zweigeschossig und trägt ein Pultdach. Von dem nach 1503 gefertigten gotischen Schreinaltar sind drei Figuren erhalten: die in einem Strahlenkranz gefasste Holzfigur der Muttergottes, die Anna. Selbstdritt und die Hl. Barbara in der St. Josephs-Kapelle in Oberneufnach. Der 1869 neuromanisch umgestaltete Hoch-Altar wurde 1953 abgelöst. Dabei bekam die ehemals verkaufte und im Pfarrstadel aufbewahrte Madonna wieder ihren Platz am Choraltar. Die letztmaligen Renovierungen des Gotteshauses fanden in zwei Etappen statt: 1983 wurde mit der äußeren Restaurierung begonnen und im Juni 1990 mit der Innenrenovierung abgeschlossen.




Der 1719 zweigeschossig mit hohem Satteldach und liegendem Satteldach erbaute Pfarrhof ist heute im Urzustand erhalten und wurde 1987/88 grundlegend renoviert. An der Südostecke befindet sich unter dem Dach eine abgeschrägte Nische. In ihr steht eine gefasste Marienfigur mit über der Brust gekreuzten Händen und traurig gesenktem Haupt. Der tief ins Gesicht ragende Schleier verstärkt noch den ernsten Ausdruck der Statue. Ein optisch attraktives Detail ist der wieder neu aufgebaute alte Kachelofen im Erdgeschoss; als Bodenbelag fanden im Flur Solnhofer Platten Verwendung.

Im Pfarrhof befinden sich bedeutende Holzfiguren aus dem 15. bis 18. Jahrhundert sowie zwei Gemälde aus dem 19. Jahrhundert und ein Schrank aus dem 18. Jahrhundert. Mit dem benachbarten Mesnerhaus steht das gesamte Ensemble aus Kirche und Pfarrhof unter Denkmalschutz. Das frühere Mesnerhaus war bis vor einigen Jahren noch bewohnt. Heute steht es leer und wartet darauf saniert und wieder einer sinnvollen Verwendung zugeführt zu werden.

Michael Endler/Michael Hartmann


Weihe des Volksaltars



Abb.: Freuen sich auf die Weihe des neuen Volksaltars
Steinmetz Pius Schröder, Pater Michael, Mesnerin Erna Einsle, Kirchenpfleger Herbert Dietmaier und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Karl Dolp

„Für einen Steinmetz ist die Konsekration eines neuen Altars meist ein Höhepunkt seines Schaffens“, meinte der Türkheimer Steinmetzmeister Pius Schröder, der Schöpfer des Volksaltars und des neuen Ambo. Die Altarweihe Anfang November 2006 wurde für die Pfarrgemeinde zu einem großen Fest. „Von einer festlichen Tafel, einer Stätte des Friedens und der „Mitte des Lebens““, ist im Weihegebet die Rede, des Gebetes, das Bischof Josef Grünwald anlässlich der Konsekration des neuen Altars und des Ambos sprach. Die Altarplatte ruht in einem rundum mit zwei nach außen schwingenden Füßen: als Verbindung von unten nach oben. Der Ambo (Ort der Verkündigung) gleicht sich der Leichtigkeit des Opfertisches an und verschmilzt mit ihm zu einer Einheit.

In den Altartisch sind neben der Inschrift A.D. 2006 als Symbol für die Wundmale Jesu Christi fünf Kreuze eingemeißelt. Wie bei dem 750 Kilogramm schweren Altar wurde auch beim Ambo deutscher Jurakalkstein aus Gundelsheim verarbeitet. Der aus Solnhofer Platten bestehende Bodenbelag harmoniert bestens mit diesem verwandten Material. Die steinmetzartige, ausgesprochen solide handwerkliche Arbeit unterstreicht Form und Aussehen ganz entscheidend. In diesem Zusammenhang kehrte das Taufbecken an seinen einstmals angestammten Platz neben dem Hochaltar zurück.

Während der Altarweihe setzte der bischöfliche Oberhirte in der Rundung des Opfertisches Reliquien des Heiligen Simpert und der Heiligen Crescentia ein. Die Heilige Crescentia lebte einst im Kloster in Kaufbeuren. Der Heilige Simpert ist einer der drei Bistumspatrone Augsburgs. Dieser Brauch wurzelt in den Riten der Kirche des frühen Mittelalters, als aus Verehrung über den Gräbern der Heiligen Kirchen und Altäre errichtet wurden. In der feierlichen Eucharistie besprengte der Bischof den Altar mit Weihwasser und salbte ihn mit heiligem Chrisamöl. Anschließend wurden an fünf Stellen Lichter in Erinnerung an die fünf Wunden Jesu Christi, die zu seinem Tode geführt haben, angezündet. Danach wurde Weihrauch auf dem Opfertisch verbrannt und ein Weihegebet gesprochen. Die Besprengung, die Salbung und das Verbrennen von Weihrauch sind sichtbare Zeichen für die unsichtbare Wirklichkeit, für das Heil, dass der Herr inmitten der lebendigen Kirche der Gläubigen wirkt, wenn sie Gottesdienst feiern, besonders in der Feier der Eucharistie.


Abb.: Der Weihbischof weiht den neuen Volksaltar


Michael Endler


Schloss

Das heutige Schloss am Nordostende des Ortes, am Westhang des Neufnachtales gelegen, ist ein dreigeschossiger, fast quadratischer Bau mit Walmdach und zwei Rundtürmen an der Nordwest- und der Nordost-Ecke sowie einem Rundturm in der Mitte der Südseite. Er geht im Kern auf den Wiederaufbau im 17. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1477 wurde das ehemalige “Schloß zum Pürgel (Bürgle) entwehrt und wehrlos gemacht“, bis dahin Amtssitz welfischer Dienstmannen und der Herren von Riedheim. In einer Fehde der Riedheims, die 1474 erstmals als hiesige Herrschaftsinhaber erwähnt werden, mit Herzog Wolfgang von Bayern um die Herrschaft Schwabeck, wird die Burg zerstört.




Konrad I. von Riedheim ließ in der Folgezeit ein neues Schloss im Ortsteil Irmatshofen auf dem Wald errichten. Unter seinem Sohn Konrad II. von Riedheim wurde im Bauernkrieg 1525 das Schloss zerstört. Im Teilungsvertrag der Riedheims von 1536, in dem sich die Söhne Konrads II., Wilhelm IV. und Hans Konrad das Erbe Angelberg und Irmatshofen teilten, heißt es, dass “der Schloßbau zu Irmatshofen noch nicht vollendet sei”. Es wird das Gebäude gewesen sein, dass man um 1835 “das alte Schloss” nannte, damals ein Wohnhaus neben dem heutigen Schloss im Besitz der Herrschaft. Im Urbar von 1588 findet sich die erste ausführliche Beschreibung der Gebäude und der übrigen Besitzungen der Herrschaftsinhaber.

Am 1. Juli 1578, kurz vor seinem Tode, verkaufte der kinderlos gebliebene letzte Riedheimer Christoph Adam Schloss und Gut Irmatshofen mit “aller Zugehörde um 115000 Gulden” an Erzherzog Ferdinand von Österreich. Im Jahre 1588 übergab der Erzherzog die belastete Herrschaft seinen Söhnen , dem Kardinal Andreas, Bischof zu Konstanz und Brixen, und Karl, Markgraf zu Burgau “zu freiem Eigen” gegen Überlassung von Schloss und Herrschaft Ambras (bei Innsbruck). Sie sind es, die ihrem Vetter Kaiser Rudolf II. zu Prag 1593 das “Marktrecht” abringen. Im darauf folgenden Jahr 1579 ist das Schloss baufällig. Der erzherzogliche Hofbaumeister Albrecht Luchese begutachtete den Schlosskomplex und sein Kostenvoranschlag für die Restaurierung belief sich auf 1484 Gulden. Ob es zu dieser baulichen Erneuerung gekommen ist, ist nicht bekannt.

Im Jahre 1636 verwüsteten (wohl schwedische) Soldaten des Schloss, das von da an über ein Jahrhundert lang trotz zahlreicher geplanter Renovierungen in schlechtem, baulichen Zustand blieb. Am 8. März 1660 zog ein neuer Pfandinhaber ins Schloss ein, der bisherige Schlossherr, dessen Vertretung der jeweilige Pfleger inne hatte, Erzherzog Ferdinand hatte den Irmatshofer Herrschaftsbesitz für 60000 Gulden dem Grafen Leopold Fugger von Babenhausen verpfändet.

In den folgenden Jahrzehnten zu Ende des 17. Jahrhunderts wurden zahlreiche Gutachten zum baulichen Zustand des Gebäudes abgegeben und viele Restaurierungen in Augenschein genommen, u.a. in der Zeit von 1660 bis 1680, wobei der Maurermeister Hans Zwölfer und der Zimmermeister Georg Wachter aus Irmatshofen bzw. Sohler mit 738 Gulden entlohnt wurden. Im Jahre 1695 war das Schloss am Einfallen; der dabei aufgestellte Überschlag betrug schon 3042 Gulden. Die Nachfahren der o.g. Handwerker, Barthelmä Zwölfer und Jakob Wachter bewerkstelligten Anno 1699 für 717 Gulden die Abtragung des gefährdeten Mauerwerks und die Wiederherstellung des Dachstuhls, nachdem durch Sturm ein Giebel eingestürzt war und das “Täfer” durchschlagen war.




Die vermutlich 1719 erstellte Beschreibung der vorderösterreichischen Pfandherrschaft erwähnt erstmals nur drei Schlosstürme, während die Urbare aus früheren Jahrhunderten von vier Türmen sprechen. Im übrigen waren die Gebäude im einzelnen innen und außen durch die laufenden Restaurierungen ständigen Veränderungen unterworfen. Die Tatsache, dass der Pfleger als Vertreter der Herrschaft seinen Sitz im Schloss hatte, belegen die Quellen aus verschiedenen Zeiten, in dem sie stets von einer “Ambst- oder “Pflegerstube” sprechen. Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass neben der “niederen Gerichtsbarkeit”, also die Ahndung von Diebstählen, die Verstöße gegen die “Fron- und Naturalabgaben”, die Nichtbeachtung der Besitzveränderungsgebühren (“Laudemium”), die Verweigerung des “Brautlaufs” und die Zurückhaltung von Einnahmen aus dem “Bier-Umbgeld” der “Tafernwirthe”, auch die “hohe Gerichtsbarkeit”, Halsgericht und Blutbann aus der Riedheimer Zeit, also die Bestrafung schwerer Verbrechen wie Mord und “Todtschlag” dem Pfleger im Auftrag des Grundherrn oblag.

Als man Anno 1725 den Totalruin befürchten musste, fertigte u.a. Michael Stiller aus Ettringen neben einem Innsbrucker Hofbaumeister Georg Anton Gumpp 1726 und 1730 Grundrisse zu einem Neubau als Amtshaus. Da man sich jedoch zu diesem Neubau nicht entschließen konnte, brannte 1735 das baufällige Schloss nieder. Während eine Quelle berichtet, es sei durch Blitzschlag geschehen, sieht eine andere einen Zusammenhang mit einer Rebellion der Untertanen, bei der die Fuggerschen Herrschaftsinhaber zu einer Reihe von Leistungen, die sie gegenüber ihren Bauern verpflichtet waren, nicht erfüllten und die empörten Insassen das Schloss anzündeten.

Der gründliche Umbau, durch den das Schloss seine heutige Gestalt erhielt, wurde in den Jahren von 1747 bis 1748 durchgeführt. Kaiserin Maria Theresias Militärtopograph erwähnt die Tätigkeit eines Baumeisters: “ … zu dem Schloß, worauf die Herrschaft einen Baumeister bestellet hat”. Die Gesamtkosten der Bauausführung lagen bei 6481 Gulden beträchtlich hoch. Maurermeister war erneut Michael Stiller, der allein 102 Tage an den Stuckaturen arbeitete. Das Pfarrbuch von 1750 verrät den Namen des Pflegers, unter dessen Ägide das Schloss wieder vollständig neu aufgebaut wurde. “Cod: ao. (Anno) wurde unter dem H. fern. Antoni v. Dilger, Pfleg. allhier d. herschl. Schloß neu auferbaut.” Das Schloss ist zu diesem Zeitpunkt zentraler wirtschaftlicher Mittelpunkt der Ortsteile Irmatshofen und Sohler und die Untertanen “frohnen” auf den “Kasten (Stadel)auf das Schloß”. Und so heißt es an anderer Stelle: “ …. und gehöret der meiste theil Wiesen nebst 120 Jauchart Ackerbau …. zusammen, welche die Unterthanen, wie auch die Wiesen zu mähen, und andere Arbeithen in Frohndiensten verrichten und anbauen müssen zu dem Schloss.”

Zum Ort und Schloss Irmatshofen selbst führt der Theresianische Militärtopograph 1750 aus: “Irmazhoffen
aufm Wald. Ein Marktflecken, worinnen 2 Preystätt, ein Zapfen Wirth und 65 Feuerstätten, welcher bei dem untern Wirtshauß A. irmazhoffen; wo das Schloß B. Wald, und wo die Kirche C. stehet, Soler genennet wird.”
Dass das Schloss eine sogenannte “Schweizerey” (Molkerei mit Käseherstellung) besaß, erfährt man einige Zeilen später: “Dieses Schloß, wobey eine Schweizerey, liegt auf einer Anhöhe, ist neu gebauet, und der Prospekt groß, und angenehm.” Authentisch ist auch der damalige Grundherr und die rechtliche Stellung der Herrschaft benannt: “von diesem Marktflecken und Schloß führet die Herrschaft, Irmatzoffen aufm Wald, den Nahmen, welche als eine ablößliche Kaiserlich-Königliche Pfandtherrschaft Graf Fugger zu Wellenburg vor 600000 fl (Gulden), wovon aber nur 32000 fl liquid sein sollen, übergeben ist.” ……. “Die Unterthanen, welche alle nacher Ehingen collectabel seyend.”

Um das Jahr 1770 erhielt die Hauskapelle ihre reizvolle Ausstattung mit Stuck von Andreas Henkel und Fresken des berühmten Malers Johann Baptist Enderle aus der Rokokozeit. Ganz besonderes Augenmerk verdient das Deckengemälde, ein Weihnachtsfresko. Als Gegenleistung für die militärische Unterstützung im Bayerischen Erbfolgekrieg 1779 auf der Seite Österreichs gegen die Preußen, wobei junge Männer aus dem hiesigen Ort Wald als Soldaten ausgehoben wurden, bekamen die Grafen Fugger von Babenhausen vom österreichischen Kaiserhaus “ ……. Schloß und Herrschaft Irmatshofen als “Mannslehen” gegen Entrichtung von 32000 Gulden unterm 17. Januar 1781 bestätigt.” Ein im späteren 19. Jahrhundert angebauter Küchenflügel wurde 1963 wieder abgebrochen. Im Jahre 1903 wurde der Giltstadel beim Schloss zum Teil, 1905 ganz abgebrochen. Das Äußere des Schlosses wurde 1964 renoviert. Es dient in unseren Tagen aus gräflich-fuggersche Oberförsterei.



Abb.: Blick durch das Tor auf den eingerüsteten Südturm

Das stattliche Fuggerschloss zu Markt Wald wurde seit Herbst 2014 bis zu Beginn des Jahres 2016 grundlegend saniert. Das Äußere des Schlosses wurde 1964 letztmalig renoviert. Im Jahre 2011 zog Graf Leopold Fugger mit seiner Frau und seinen Kindern ein - von Anfang an mit dem Vorsatz, das Gebäude zu restaurieren, um so die historisch einmalige Substanz zu erhalten. Rund 1,1 Millionen Euro wird das gewaltige Sanierungsvorhaben kosten. Weil das kostbare Juwel denkmalgeschützt ist und als ortsprägend allein aus seiner Geschichte heraus gilt, wird ein wesentlicher Teil der Kosten vom Freistaat, dem Bezirk, dem Landkreis, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und anderen Organisationen gefördert. Galt es doch u.a. Rissbildungen im Mauerwerk, Putzschäden an den Fassaden und im Bereich des Dachwerks Zerstörungen am Dachstuhl-Fuß und seiner Auflagepunkte zu beheben. Auch die im Befund noch vorhandene barocke Farbgebung sowie die barocke Dach- und Turmlandschaft konnten wieder hergestellt werden.


Abb.: Die mächtige Nordfront des Schlosses mit den barocken Fenstermalereien


Michael Endler




   
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